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Die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Littauen haben sich auf der aktuellen touristischen Landkarte etabliert und stiegen zu begehrten Reisezielen der Deutschen auf.
So gab es in Estland noch nie so viele Übernachtungen deutscher Gäste wie im Vorjahr, nämlich fast 219.000. Das ist nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, dass die Hauptstadt Tallinn letztes Jahr Kulturhauptstadt Europas war.
Auch der Kreuzfahrtmarkt hat zugelegt: Es landeten 437.000 Passagiere an. Davon kam jeder fünfte aus Deutschland. Tallinn wartet auch in diesem Jahr mit Attraktionen auf: Nach langer, gründlicher Renovierung wird im April der 300 Meter hohe Fernsehturm wieder eröffnet. Bei guter Sicht blicken die Besucher bis zur finnischen Küste. Als zweite große Attraktion wird im Mai ein einzigartiges Meeresmuseum eröffnet. Wie der Name „Seaplane Harbour“ verrät, handelt es sich dabei nicht um ein Aquarium, sondern um ein spektakuläres Museum mit Schiffen und U-Booten.
ITB Berlin, Destinationen. Die Malediven sind für viele Reisende das Paradies auf Erden. Doch in jüngster Zeit machte die farbenfrohe Inselwelt der Malediven eher unschöne Schlagzeilen. Von Unruhen in der Hauptstadt Malé war zu hören, von einem Putschversuch und dem Rücktritt des Präsidenten - und auch noch von religiösen Hardlinern, die den Betrieb von Spas und den Alkoholausschank in dem islamischen Staat verbieten wollten. Das Auswärtige Amt rät derzeit sogar noch vom Besuch der Hauptinsel Male ab.
Grund genug also für den seit Februar amtierenden Tourismusminister Ahmed Adeeb Abdul Gafoor, Schadensbegrenzung zu betreiben. Noch nie sei ein Tourist in der Hauptstadt zu Schaden gekommen, betonte Abdul Gafoor auf dem ITB Berlin Kongress: „Die Malediven sind immer noch das Paradies.“ Der Inselstaat sei zwar ein seit Hunderten von Jahren islamisch geprägtes Land, gleichzeitig aber sehr tolerant und offen. „Spas und Wellnessanlagen sind zu 100 Prozent in Betrieb“, so der Minister. Alkoholische Getränke würden ebenso ausgeschenkt wie Schweinefleisch serviert: „Das ist bei uns gesetzlich geregelt.“
ITB Tagesbericht 10.03.2012. Der Frieden in Sri Lanka beschert der Insel einen Touristenboom. Auch die Investoren geben sich für den Bau neuer Hotels, Gästehäuser, Flughäfen und Urlauberattraktionen die Klinke in die Hand - auch und gerade im vom Bürgerkrieg schwer in Mitleidenschaft gezogenen Nordosten des Landes. 2010 waren die Touristenankünfte aus aller Welt um 46 Prozent geklettert, im Jahr 2011 um 30,8 Prozent auf knapp 856.000. Das ermutigte den zuständigen Minister, Lakshman Yapa Abeywardena, auf der ITB Berlin zu einigen optimistischen Prognosen.
Sri Lanka möchte auch von der Wiederbelebung der Silk Route profitieren. Die World Tourism Organization (UNWTO) und über 20 Länder arbeiten zusammen, um die alten Handelsrouten für den länderübergreifenden Tourismus zu erschließen und besser zu vermarkten